Ich habe bei GMX im Jahr 2004 einen DSL-Volumentarif beantragt und daraufhin einen Vertrag mit unbegrenzter Laufzeit und 4 wöchiger Kündigungsfrist zum Monatsende abgeschlossen.
Im Januar 2006 habe ich mich telefonisch bei GMX gemeldet und ihnen mitgeteilt, dass ich bisher zwar mit ihren Leistungen zufrieden war, aber das Angebot nicht mehr zeitgemäß sei und ich, wenn man mir keine besseren Bedingungen anbieten würde, kündigen würde. Man riet mir die GMX-Cityflat neu zu bestellen. Diese Neuverträge hatten jedoch eine 24 monatige Laufzeit, die ich nicht haben wollte. Ich erklärte dem Mitarbeiter der Hotline, dass ich ja keine subventionierte Hardware brauche und deshalb nicht einsehe mich sol lange zu binden. Der Mitarbeiter wollte dann abklären, ob es eine Möglichkeit für mich gäbe und meldete sich später nochmal bei mir. Er erklärte mir, dass die Cityflat sich nur über einen DSL-Anschluss des Partnerunternehmens 1&1 realisieren lassen würde und dass daher mit dem Neuvertrag auch noch diese Kosten gedeckt werden müssten, außerdem könne man nicht Neukunden keine kostenlose Nutzungszeiträume anbieten. Letzteres war mir sowieso klar. Daher beschloss ich zusätzlich auch noch die 29,95 EUR zu zahlen, um keine lange Vertragsbindung eingehen zu müssen.
Ich erhielt daraufhin von GMX Systeminfo [mailings@gmx-gmbh.de] die folgende e-Mail (ohne irgendwelche Anlagen):
"Lieber GMX Internet-Kunde,
Sie haben am 16.01.2006 für folgenden
GMX Internet-Zugang einen Tarifwechsel beantragt:
Tarif alt: GMX DSL_4000
Tarif neu: GMX DSL_Cityflat
Die Umstellung auf den gewünschten Tarif ist abgeschlossen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr GMX Team"
Auf der folgenden Rechnung wurde dann die vereinbarte Bearbeitungsgebühr in Höhe von 29,95 EUR zusätzlich abgebucht. Ansonsten bekam ich keinerlei vertraglichen Hinweise.
Nachdem der DSL-Zugang nun immer noch mit nur 2000 MBit läuft, er in den letzten Monaten häufiger kurze Aussetzer hatte, ich zusätzlich noch hohe Telefonrechnungen zahle und mein Nachbar schon mit 35.000 MBit unterwegs ist, habe ich nun meinen Vertag schriftlich fristgemäß mit monatlicher Kündigungsfrist gekündigt.
GMX bestätigt mir jedoch die Kündigung erst zum Januar 2009. Man ist der Meinung ich hätte einen neuen Vertrag mit neuen AGB geschlossen und müsse daher bis im kommenden Jahr beim Provider bleiben.
Außerdem hat man einen mehrfachen Widerruf meiner Einzugsermächtigung hat man einfach ignoriert. Der Mitarbeiter der Buchhaltung drohte mir sogar noch am Telefon, dass man mir, wenn ich eine Rücklastschrift wagen würde, einfach 9,40 EUR Bearbeitungsgebühr in Rechnung stellen würde. Man will sich also ein vorsätzlich rechtswidriges Verhalten bezahlen lassen.
Nichts desto trotz habe ich natürlich die Rücklastschrift in die Wege geleitet und darauf hin eine Mahnung mit Sperrandrohung erhalten inkl. der Bearbeitungsgebühr. Nach meinen Recherchen im Internet scheint es eine sehr beliebte Methode zu sein, dass 1&1 den DSL Knoten ewig blockiert und GMX den Anschluss erst wieder freischalten, wenn alle Fantasiekosten bezahlt sind. Bei den meisten anderen Kunden würde diese Art der Erpressung auch wahrscheinlich funktionieren.
Als Krönung versucht man mir und meinen Verwandeten seitens GMX dann noch ein neues Phone und Surf Paket zu verkaufen.
Nachdem nun GMX festgestellt hat, dass ich es ernst meine, hat man letzten Freitag zumindest mal festgestellt, dass ihnen keine Einzugsermächtigung mehr vorliegt.
Ein Karsten M. von GMX hat dann letzte Woche festgestellt:
"Im Rahmen dieses Tarifwechsels mussten Sie unter anderem die derzeit gültigen AGB und eine Mindestvertragslaufzeitverlängerung um
24 Monate akzeptieren. Ohne das Akzeptieren der neuen AGB bzw. auch der Erhöhung der Mindestvertragslaufzeit wäre der Tarifwechsel nicht durchführbar gewesen."
Ich habe die AGB nicht akzeptiert und warum hat mir GMX diese AGB nie zugeschickt. Bei über 1.100 e-Mails, die mir GMX zugeschickt hat, wäre es doch nicht zuviel verlangt gewesen mir diese AGB auch mal zu zuschicken. Allerdings hätte ich diesen dann natürlich widersprochen und ggf. fristlos gekündigt.
Leistungen von GMX sind meiner Meinung nach selbst geschenkt noch viel zu teuer.
PS: Ich kann jedem nur den Rat geben wirklich NIEMALS sich telefonisch auf irgendwas von GMX einzulassen.