Ich bin ein wenig - sagen wir mal - verwirrt....
[Leidensgeschichte on]
Aber ich fange mal ganz von vorne an.
Ich habe letztes Jahr in einem Dorf gebaut und in Ermangelung eines anderen Providers erstmal Magenta genommen. Die haben mir bei der Beantragung von DSL gesagt, dass die Leitung 1500kBit hergeben würde, da sie es aber nicht mehr anbieten, müsste ich mich mit 1000kBit zufrieden geben.
Drei Monate später hat Arcor sich hier im Dorf breit gemacht und ich habe dann auf Anraten eines Vertriebsmenschen einfach mal 3000 mit erhöhtem Upstream (512) bestellt... Und siehe da: Es lief für die Leitungsqualität sehr gut!
Dowload bis 2800, Upload bis 445. In den Abendstunden zwischen 20:00 und 23:00 ist die Rate auf gute 2000 eingebrochen, womit ich sehr gut leben kann.
Eines Freitages wollten es dann die Naturgewalten, dass ein Blitzeinschlag in der Nähe die Telekommunikation im Ortsteil lahmlegte. Die Magentakunden bekamen auch prompt am Samstag den Entstörer....
Bei mir kam der Entstörer (ein von Arcor beauftragter Siemenstechniker) am Dienstag - bei meinem ersten anruf hatte man wohl den Auftrag nicht erfasst

. Der gute Mann konnte nichts machen und musste einen Magentamann einschalten, wozu er sich bei Arcor meldete, damit die das koordinieren... Am darauf folgenden Wochenende konnte ich dann wieder telefonieren - aber nicht surfen! Ich stellte dem Techniker die Frage, warum das so sei. Seine Antwort: Ich habe nur die Aufgabe, das Telefon gangbar zu machen. Von DSL steht hier nix. Er hat im übrigen irgendwas in der Vermittlungsstelle und hier bei mir umgeklemmt.
Ich habe mich dann mit Arcor in Verbindung gesetzt, nachdem ich mal alle Strippen getauscht und meine Gerätschaften für 30 Minuten stromlos geschaltet habe, und denen den Sachverhalt dargestellt. Lapidare Aussage: "Ihre Leitung ist nur für 1000kbit ausgelegt. Das können wir ihnen schalten." Das wollte ich aber erstmal nicht, weil das ein Weg ohne Wiederkehr gewesen wäre und ich nachweislich mit Arcor Speedcheck die o.a. Werte erreicht habe.... Ich wollte einen Tecniker sprechen, der mal mit mir zusammen ein paar Tests fahren konnte... Keine Chance! Es kann nur ein Serviceauftrag aufgemacht werden, wenn ich vorher einen Downgrade mache und die Probleme immer noch bestehen. Ich behaupte mal, der Kunden"service" von Arcor ist die weltbeste Firewall...
Irgendwann habe ich dann die Schnute voll gehabt und einem Downgrade zugestimmt. Wie nicht anders zu erwarten, kam die Verbindung nicht zustande - aber ich hatte dann meinen Serviceauftrag. Bei Arcor versuchte man dann, das Modem zu synchronisieren, was allerdings nicht funktionierte. Antwort: "Tja, da können wir ihnen dann wohl kein DSL mehr anbieten".
Ich habe dann nochmal einige Telefonate geführt und natürlich die Geschichte immer und immer wieder von Anfang an erzählt. Und irgendwann haben die sich dazu herabgelassen, mir doch einen Techniker zu schicken, der sich die Verschaltung nochmal ansieht. Es war im übrigen der gleich Techniker, der schon beim letzten mal da war (der sagte mir auch, dass meine Leitung mit 42,65dB in der Telekom-DB steht). Der brachte ein anderes Modem mit und tauschte meines versuchsweise aus - und siehe da, es funzte! Ich habe dann um eine Gegenprobe gebeten und dabei haben wir herausgefunden, dass das Netzteil defekt war. Es lieferte ein wenig Spannung um die LEDs zum glühen zu bringen, aber zur Versorgung der ganzen Mimik reichte es wohl nicht aus.
Jetzt weigerte man sich aber, die alte Geschwindigkeit von 3MBit zu schalten, weil meine Leitung ja nicht mehr hergibt. Nach langem hin und her und einige Faxe später, mir doch zumindest 2MBit zu schalten, erhielt ich am gleichen Tag zwei Briefe von Arcor:
1. Brief: Wegen der Dämpfung kann keine 2MBit geschaltet werden.
2. Breif: Nächsten Monat schalten wir Ihre 2MBit.
Das waren ein paar Wochen voll der Spannung und ich wollte schon Wetten annehmen, was geschehen würde. Und siehe da: 2MBit mit erhöhtem Upstream wurden geschaltet.
[Leidensgeschichte off]
Letzten Monat habe ich dann eine Tarifanpassung vorgenommen, weil ich für die gleiche Leistung weniger zahlen wollte. Ich habe explizit auf den erhöhten Upstream hingewiesen.... Gestern habe ich mal nen Speedcheck gemacht und da bekam ich nur Daten für den Standardupstream. Ich habe mit SM50B mal eine Messung am Modem gemacht (ich kenne das Tool erst seit drei Tagen) und bin hinten übergefallen.
Die Messung sieht so aus:
Da steht doch Tatensache, dass ich nur den Standardupstream habe. Der Arcormann an der Hotline hat mir doch tatsächlich gesagt, dass ich sowieso keinen erhöhten Upstream nutzen kann, weil ich ja nur eine Leitung für 1MBit habe...

Ich wollte einfach nur wissen, ob da nicht irgendwer was umgeschaltet hat... er behauptete immer und immer wieder, dass es kaufmännisch und auch technisch der erhöhte Upstream sei... Irgendwann (so nach 2,5 bis 3 Minuten) war keine Diskussion mehr möglich und wir haben das Telefonat abgebrochen. Im Webbill habe ich mir dann meine letzte Rechnung, die vor einigen Tagen kam, angesehen, und siehe da, der Upstream ist kaufmännisch nicht mehr existent! Der Kerl hat mich entweder belogen, oder er hat eine falsche Datenbank im Zugriff...
So, jetzt sind wir in der Gegenwart angelangt und auch endlich bei dem SM50B-Tool:
Wenn ich das in den Foren korrekt nachgelesen habe, ist meine Dämpfung nicht 42,65dB, wie in der Telekom-Datenbank steht, sondern 25,5dB. Wie verlässlich sind diese Zahlen? Was ist die Relative Capacity? Sieht das Ergebnis so aus, dass ich wirklich schon fast eine 6MBit-Leitung haben könnte? Gibt es irgendwo eine Beschreibung der Parameter mit Wertebereichen? Ich habe bisher nur die Wertebereiche für die Dämpfung und der damit einhergehenden maximalen Übertragunsrate gefunden....
Ich möchte einfach genug Informationen haben, um ggf. gegen Arcor ins Feld zu ziehen, sodass ich eine fettere Leitung bekomme. Dieses möchte ich aber technisch wasserdicht haben.